24.09.2019

von B° RB

Giganten der Meere

22 Stars der Urzeit im Lokschuppen Rosenheim: Internationales Team in Venetien fertigt exklusive Saurier-Modelle. Weltweit größte Ausstellung über Meeressaurier im Lokschuppen Rosenheim öffnet am 26. September 2019

Jura mit Liopleurodon

Tylosaurus und Elasmosaurus

Letzte Arbeiten am Archelon, der Meeresschildkröte. Sie wurde bis zu 4,70 m lang und wog bis zu 2000 Kilo

Mit rund 10 Metern einer der längsten Meeressaurier: Der Spinosaurus

Bereits beim Auspacken der in Venetien erstellten Saueriermodelle zeigten sich erste Größenordnungen. Wie Dr. Peter Miesbeck als Leiter des Ausstellungszentrums Lockschuppen Rosenheim informierte, war schon der Transport mit 40-Tonnen-Sattelschleppern über die Alpen eine eigene logistische Herausforderung. Dr. Bernd Herkner als Kurator der Ausstellung, Dr. Simone Maganuco als Paläontologe und Tanja Hammerl machten mit ihren Ausführungen Hunger auf ganz und gar besondere Original-Ausstellungsstücke und auf Nachbauten bzw. Inszenierungen. Sogar ein Aquarium mit virtuellen Meeres- Saurier-Exemplaren in Original-Größe ist zu erwarten. Seitens der Ausstellungsleitung ist es das Ziel, 280.000 Besucher zu bekommen

Eindrücke vom Auspacken der Sauriermodelle

Eindrücke vom Auspacken der Sauriermodelle

Eintauchen in die Welt der Ur-Ozeane und den Giganten der Meere hautnah begegnen! Das Ausstellungszentrum Lokschuppen in Rosenheim präsentiert ab 26. September im neuen Outfit die weltweit größte Ausstellung über Meeressaurier.

Fakten
26. September 2019 bis 13. Dezember 2020

"SAURIER – Giganten der Meere" nimmt die Besucher mit auf eine Zeitreise in eine Welt, in der die Dinosaurier vor 230 bis 66 Millionen Jahren den Globus herrschten. Spektakuläre, bis zu 12 Meter lange lebensechte Sauriermodelle, nach neuestem Forschungsstand exklusiv für die Ausstellung entwickelt, stellen Szenen aus einem Meer vor unserer Zeit nach. In Europas größtem digitalen „Paläoaquarium“ wird die Welt von damals mit 3D- animierten Sauriern auf einzigartige Art und Weise lebendig.

Die absolut einmalige Zusammenschau von über 200 hochkarätigen originalen Fossilien, Skeletten und Abgüssen ist in einer Familien-Erlebnisausstellung mit modernem Design inszeniert. Veranstaltet wird die Ausstellung von der Veranstaltungs + Kongress GmbH Rosenheim in Zusammenarbeit mit dem Senckenberg Museum Frankfurt und MuseumsPartner. Gestaltet wurde sie vom Münchner Atelier Hammerl & Dannenberg. Sie läuft vom 26. September 2019 bis zum 13. Dezember 2020.

Mit Dr. Bernd Herkner, Direktor des Naturhistorischen Museums in Mainz, konnte der Lokschuppen einen renommierten Saurier-Experten und Paläontologen als Kurator gewinnen. „Wir entführen die Besucher in eine Unterwasserwelt im Erdmittelalter. Unsere Zeitreise beginnt vor etwa 250 Millionen Jahren und endet ganz radikal mit dem Aussterben der Saurier“, so Herkner. „Wir zeigen aber auch, was danach geschah: Mit dem Einschlagen eines Asteroiden starben 70 Prozent der Tierarten aus. Mit unserer Kombination aus einmaligen Original-Exponaten, den großen Sauriermodellen und den digitalen Inszenierungen sind wir einen neuen Weg gegangen, der die Besucher in ihren Bann ziehen wird.“

22 Saurier-Modelle wurden exklusiv für diese Ausstellung von einem internationalen Team aus Künstlern, Handwerkern und Wissenschaftlern in Venetien gefertigt. Die größten Modelle sind der zwölf Meter lange Mosasaurier „Tylosaurus proriger“ und der zehn Meter lange Spinosaurus. Die originalen Fossilien stammen aus dem Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt und anderen renommierten Museen.

Highlights sind hier unter anderem Originalfossilien von Steneosaurus, Temnodontosaurus, Stenopterygius, Eurhinosaurus und ein Original- Blauwalunterkiefer.

Die Veranstaltungs + Kongress GmbH Rosenheim hat rund 3,1 Millionen Euro in die Ausstellung investiert. Rund 86 Prozent der Kosten sollen durch Eintrittsgelder refinanziert werden. „Das ist ein Spitzenwert für einen Kulturbetrieb. Wir gehen von 290.000 Besuchern aus“, sagt VKR- Geschäftsführer Peter Lutz. „Das bedeutet für die Stadt Rosenheim einen Kaufkraftzufluss durch Zusatzausgaben der Besucher von fast 7 Millionen Euro.“ Das Ausstellungszentrum Lokschuppen präsentiert sich nach eineinhalbjähriger Sanierung und Erweiterung in einem neuen Outfit und bietet für die Besucher einen komfortableren Ausstellungsbesuch.

Im neuen Anbau wurden vier neue Räume für die Museumspädagogik, Garderoben und ein moderner Museumsshop geschaffen. Saniert wurden auch die Anlagen für den Brandschutz, das Dach, sowie Heizungs- und Klimatechnik. „Die Gesamtkosten für die Modernisierung und Sanierung belaufen sich auf 10,65 Millionen Euro netto“, so Lutz weiter. „Wir bedanken uns für die Förderung der zukunftsfähigen Gestaltung des Ausstellungszentrums Lokschuppen bei der Regierung von Oberbayern und der Bayerischen Landesstiftung, die das Projekt mit insgesamt 4,2 Millionen Euro unterstützt haben.“

Mit bis zu 280.000 Besuchern jährlich zählt der Lokschuppen zu den Top Ten der deutschen Ausstellungshäuser. „Unser Erfolg beruht auf den starken Partnern, auf unserer ganzheitlichen Herangehensweise und unseren wissenschaftlich fundierten Inszenierungen“, sagt der Leiter des Ausstellungszentrums Dr. Peter Miesbeck. „Wir arbeiten nicht mit der reinen Aneinanderreihung von Ausstellungsstücken in Vitrinen. Wir lassen alle Exponate eine Geschichte erzählen, eingebettet in den großen Plot der Ausstellung.“ Die Ausstellungsmacher achten außerdem auf multisensorische Zugänge zum jeweiligen Thema: Sehen, Betrachten, Fühlen und Hören. „Jeder Raum hat sein eigenes Sounddesign, ein eigenes Farbkonzept und speziell abgestimmte Medienelemente.“

Im „Paläoaquarium“ setzt der Lokschuppen auf eine Echtzeitprogrammierung mit einer Software aus dem Computerspielsegment. Erstmals sind alle Texte auch in Englisch webbasiert über QR-Codes verfügbar. Die modulare Bauweise aller Vitrinenelemente ermöglicht die internationale Vermarktung der Ausstellung. Mit der letzten Ausstellung „PHARAO“ gelang der Sprung auf die internationale Bühne, auch die „SAURIER“ sollen für fünf Jahre auf Reise geschickt werden.

Begleitet wird die Ausstellung wieder von einem hochwertigen museumspädagogischen Angebot. Die Workshops und altersgerechten Führungen orientieren sich an den Lehrplänen bayerischer Schulen. Bis zu 25.000 Schülerinnen und Schüler pro Jahr erleben so einen außergewöhnlichen „Unterricht“ in Bayerns schönstem außerschulischem Klassenzimmer.

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