19.09.2017

von B° RB

Im Licht barocken Glanzes

Inntaler Klangräume 2017

Sabine Lutzenberger

Auch in diesem Jahr gibt es wie üblich im Frühherbst zu beiden Seiten des Inns „Inntaler Klangräume“. Die Konzertreihe, die es sich zur Aufabe gemacht hat, Raum und Programm in eine enge Beziehung zu setzen, die Kirchen des Inntals mit ihren prachtvollen Ausstattungen zum Klingen zu bringen, findet heuer vom 22. bis zum 24. September statt.

Die „Klangräume“ starten mit der szenischen Aufführung „Resurrexit“ am 22.9. um 20:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Flintsbach.

Ein 10-köpfiges Vokalensemble begleitet von einem Barockinstrumentarium wird die von Andreas Legath konzipierte und ausgestattete Collage mit Werken von Allegri, Corelli, Carissimi, Palestrina, Pachelbel, Mozart und Berio zur Aufführung bringen. Die Programmfolge ist im weitesten Sinn an der Liturgie der österlichen Auferstehung orientiert. Licht, Ausstattung und Kostüme spielen hierbei neben der überwiegend römischen Barockmusik eine wichtige Rolle.

Eine besondere Stellung in „Resurrexit“ nimmt G. Carissimis Oratorium „Historie di Abraham et Isaac“ als alttestamentarische Vorwegnahme der österlichen Auferstehung ein. Als Spiel im Spiel wird dieses dramatische Werk, bei dem Gott von Abraham fordert, seinen eigenen Sohn Isaac zum Opfer zu bringen und es am Ende durch das Einschreiten des Engels verhindern läßt, inszeniert. Die Sopranpartie Isaac wird dem historischen Kontext entsprechend mit einem Knaben besetzt.

Am Samstag den 23. September um 17:00 Uhr ist in der Wallfahrtskirche Hl. Blut in Rosenheim ein Konzert mit dem Salzburg Oktett und dem Cantate Ensemble zu hören. Die Kombination von Mozarts Serenade KV 388 in c-moll und der Missa Sancti Hieronymi von J. M. Haydn resultiert aus der besonderen Besetzung der Messvertonung. Die Beschränkung auf Holzbläser als Orchesterbegleitung gibt dem Werk über weite Strecken einen serenadenhaften Charakter.

Die Wallfahrtskirche Hl. Blut mit ihrem Zuccali-Stuck dürfte dafür sowohl optisch wie akkustisch den geeigneten Rahmen bieten.

Die Reihe schließt mit einer Matinee am Sonntag den 24. September um 11:00 Uhr in der Wallfahrts- und Filialkirche St. Leonhard in Nußdorf am Inn mit dem Cantate Ensemble und dem Sulzberger Dreigesang. Den Liedern des Dreigesangs werden frühe Menuette Mozarts für Streicher, das Offertorium „Alma Dei Creatoris“ und die angezweifelte Messe in G-Dur, KV 140 gegenübergestellt. Die Kostbarkeit des Kirchenraums, eine Orgel aus dem 18. Jahrhundert, stellt Hubert Huber mit einer Improvisation über ein Thema der Mozartzeit vor.

Ausführende sind u.a. Priska Eser und Sabine Lutzenberger (Sopran), Andreas Hirtreiter und Manuel Warwitz (Tenor), Thomas Hamberger (Bass), Kaori Mune-Maier (Cembalo und Orgel), Hubert Huber (Orgel), Angelika Hubner (Kostüme) und das Cantate Ensemble. Die Leitung hat Andreas Legath. www.inntaler-klangraeume.de

Karten gibt es im Vorverkauf im Städtischen Museum Rosenheim (08031-3658751), Verkehrsamt Flintsbach (08034-306619) und im Verkehrsamt Nußdorf am Inn (08034-907920).

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