09.10.2014

von B°-MR

Herbert Schuch

Nach der Verleihung des Kulturpreises der Stadt Rosenheim eröffnet Herbert Schuch die neue Konzertsaison im KUKO.

Herbert Schuch am Piano

Kulturpreis der Stadt Rosenheim an Herbert Schuch

Herbert Schuch eröffnet die neue Konzertsaison im KU'KO

Bereits 1996 hatte der in Rumänien geborene Musiker Herbert Schuch, der seit 1988 in Rosenheim lebt, das Förderstipendium der Stadt Rosenheim erhalten. Im Oktober 2014 wird dem Künstler nun die höchste Auszeichnung, der mit 5.000 Euro dotierte Kulturpreis der Stadt Rosenheim, im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim überreicht. Dieser Preis wird alle drei Jahre an Künstlerpersönlichkeiten aus Stadt oder Landkreis Rosenheim verliehen, als Auszeichnung für besondere Verdienste auf künstlerischem Gebiet.

Unmittelbar vor Konzertbeginn am 11. Oktober 2014 um 20 Uhr wird Herbert Schuch im großen Saal im Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim dieser Preis von der Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer verliehen.

Im Anschluss gibt Herbert Schuch sein Konzert Schubert-Janáček Zyklus Nr. 4 "Der Wanderer". Es verknüpft zwei Hauptwerke: Franz Schuberts "Wanderer-Fantasie" und die viersätzige Komposition "Im Nebel" von Leoš Janáček. Es sind Bekenntnismusiken, in denen sich herbstliche Natureindrücke im Seelenzustand eines unverkennbar autobiographisch gezeichneten Wanderers spiegeln  ("Die Sonne dünkt mich hier so kalt, / die Blüte welk, das Leben alt" heißt es in dem Lied, das Schuberts Komposition zugrunde liegt). Die zweite Programmhälfte widmet sich Franz Schubert als einem Genie der kleinen Form, sei es im c-Moll-Allegretto, der "Ungarischen Melodie" oder den elf Eccosaisen D. 781. Die abschließenden Impromptus D. 899 hingegen beweisen, wie meisterhaft sich derlei Charakterstücke zur sonatenhaften Großform steigern lassen.

Am Anfang standen zwei einander ergänzende Ideen. Zum einen die - von der Fachpresse inzwischen als "großer Wurf" (Fono Forum) gefeierte - CD-Produktion, in welcher der Rosenheimer Pianist Herbert Schuch zwei Klavierwerke Franz Schuberts mit Leos Janáčeks einziger Sonate konfrontierte. Zum anderen ein sechsteiliger Zyklus für das Konzertpodium, der sich umfassend dem Klavierschaffen beider Komponisten widmet. In einer konzertierten Aktion dreier Konzertreihen fanden die ersten drei Abende dieses spektakulären Zyklus bereits in Schloss Neubeuern sowie im Kurhaus Bad Aibling statt. Für die krönenden Teile 4 bis 6 ist das Kultur- und Kongresszentrum Rosenheim der ideale Spielort. Die ungewöhnliche Kombination der Kompositionen von Schubert und Janáček beschreibt Herbert Schuch als besonders reizvolle Herausforderung: "In einigen Programmen verschmelzen die Klangsprachen der beiden Komponisten geradezu miteinander - an anderen Stellen bilden sie wiederum einen größtmöglichen klanglichen Gegensatz. Diese Spannung war für mich Anreiz, dazu einen vollständigen Zyklus zu entwerfen."

Herbert Schuch wurde 1979 in Temeschburg (Rumänien) geboren. Nach erstem Klavierunterricht in seiner Heimatstadt übersiedelte die Familie 1988 nach Deutschland, wo er seither lebt. Seine musikalischen Studien setzte er bei Kurt Hantsch und dann bei Prof.Karl-Heinz Kämmerling am Salzburger Mozarteum fort. In jüngster Zeit erfährt Herbert Schuch in besonderer Weise Prägung in der Begegnung und Arbeit mit Alfred Brendel. Internationales Aufsehen erregte er, als er innerhalb eines Jahres drei bedeutende Wettbewerbe in Folge gewann, den Casagrande-Wettbewerb, den London International Piano Competition und den Internationalen Beethovenwettbewerb Wien. Seither arbeitet Herbert Schuch unter anderem mit Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra, der Camerata Salzburg, dem Residentie Orkest Den Haag, den Bamberger Symphonikern, der Dresdner Philharmonie und den Rundfunkorchestern des hr, MDR, WDR, NDR Hannover und DR (Danmarks Radio). Er ist regelmäßig Gast bei Festspielen wie dem Heidelberger Frühling, dem Kissinger Sommer, dem Rheingau Musik Festival, dem Klavier-Festival Ruhr und den Salzburger Festspielen. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet ihn mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Andrey Boreyko, Douglas Boyd, Olari Elts, Lawrence Foster, Eivind Gullberg Jensen, Jakub Hrusa, Yannick Nézet-Séguin, Jonathan Nott, Markus Poschner und Michael Sanderling.

Karten und weitere Informationen bei: Rosenheimer Ticket Service im KULTUR+KONGRESS ZENTRUM ROSENHEIM, Tickethotline: 08031 - 365-9365. Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-17 Uhr, Sa 10-14 Uhr. Tickets auch beim Vertriebspartner CTS Eventim AG.

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