03.11.2014

von B°-MR

Interstellarer Wasserstoff

Referent Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar zeigt in seinem Vortrag die Bedeutung des interstellaren Wasserstoffs.

Weihnachtsbaumhaufen mit Konusnebel (Foto: ESO)

Weihnachtsbaumhaufen mit Konusnebel (Foto: ESO)

Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar

Vom Urknall zu den Sternen

Astronomie-Vortrag der Sternwarte Rosenheim am 06.11.2014 um 19 Uhr

Die Hauptelemente der Erdatmosphäre sind Stickstoff und Sauerstoff. Wasserstoff gibt es praktisch keinen mehr: Er ist zu leicht und hat sich verflüchtigt. Im Weltall dagegen ist Wasserstoff mit einem Anteil von mehr als 75 Prozent das häufigste Element. Der interstellare Wasserstoff, das Gas zwischen den Sternen, ist ein "Überbleibsel" des Urknalls und zum Beispiel für die Entstehung von Sternen verantwortlich.

Was es mit diesem Stoff genau auf sich hat, zeigt Professor Dr. Ralf-Jürgen Dettmar vom Astronomischen Institut der Ruhr-Universität Bochum in seinem Vortrag "Interstellarer Wasserstoff - vom Urknall zu den Sternen" an der Hochschule Rosenheim. Die Sternwarte Rosenheim lädt am Donnerstag, 06. November 2014 um 19 Uhr alle Interessierten zum öffentlichen populärwissen-schaftlichen astronomischen Kolloquium in Hörsaal B 0.23 in der Hochschule Rosenheim ein.

Wasserstoff im Weltall wird heute in den verschiedensten Formen betrachtet: vom heißen, röntgenstrahlenden Plasma bis zu Wasserstoffmolekülwolken bei Temperaturen knapp über dem absoluten Nullpunkt. Die physikalischen Bedingungen des Wasserstoffs im interstellaren Raum bestimmen dabei, wie sich Galaxien und Sterne bilden und Messungen des interstellaren Wasserstoffs sind auch bei der Untersuchung der Dunklen Materie von besonderer Bedeutung. Die Chemie des Kosmos beginnt sozusagen mit der Bildung von Wasserstoffmolekülen.

Referent Prof. Dr. Ralf-Jürgen Dettmar gibt einen Einblick in seine aktuellen Forschungen wie beispielsweise Beobachtungen der verschiedenen Arten interstellarer Materie an den einschlägigen internationalen Observatorien. Dazu gehören Radioteleskope in New Mexico (USA) und Australien genauso wie Sternwarten in Chile und Spanien oder die Weltraum-Observatorien XMM/Newton und das Hubble-Weltraumteleskop. Um Beobachtungen in bisher unzugänglichen Wellenlängen-bereichen oder in bisher unerreichter Genauigkeit durchführen zu können, ist er auch an der Entwicklung neuer Instrumente und Teleskope beteiligt.

Hochschule für angewandte Wissenschaften, Fachhochschule Rosenheim, Hochschulstraße 1, 83024 Rosenheim, Telefon: 08031 - 805-0

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