21.02.2017

von JD-B° RB

Günstig - aber auch sicher?

Experten raten: Beim Gebrauchtwagenkauf auch auf den Zustand der Reifen achten

Gut 7,4 Millionen Gebrauchtwagen wechselten allein 2016 in Deutschland ihren Besitzer. Beim Kauf sollte man aber nicht an der Sicherheit sparen

Gebrauchtwagen sind nicht nur für junge Fahrer eine günstige Alternative zum Neufahrzeug. Allein 2016 wechselten nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) 7,4 Millionen Gebrauchtfahrzeuge in Deutschland ihren Besitzer. Dieser Markt ist damit etwa doppelt so groß wie das Geschäft mit Neufahrzeugen. Auch beim Gebrauchten gilt: trotz vielleicht verlockender Schnäppchenpreise nicht an der Sicherheit sparen. Reifen, Bremsen und Licht sollte der Käufer stets genau unter die Lupe nehmen.

Kaufpreis verhandeln - und die Ersparnis zum Beispiel in Reifen investieren

Gerade bei Verschleißteilen wie den Reifen lässt sich kaum nachvollziehen, wie und unter welchen Umständen sie benutzt wurden. Selbstverständlich sollte in jedem Fall ein genauer Blick auf die äußerlichen Merkmale der Gummis sein: Ist die Profiltiefe noch ausreichend? Sind die Reifen unter Umständen ungleichmäßig abgefahren oder weisen sie sogar kleine Einschnitte oder Risse auf, etwa von einem Bordsteinkuss? "Beim Prüfen darf man auch den Ersatzreifen nicht vergessen", empfiehlt Thierry Delesalle vom Online-Reifenshop Tirendo.de. Bei sichtbaren Beschädigungen sei in jedem Fall Vorsicht geboten. Das muss allerdings kein Grund sein, auf ein Gebrauchtwagenschnäppchen zu verzichten, so Delesalle: "Stattdessen kann der Verbraucher den Verkäufer auf die Mängel hinweisen und versuchen, den Kaufpreis nachzuverhandeln. Das eingesparte Geld kann man anschließend in frische Reifen investieren." Das schont das Budget und maximiert die Sicherheit. Online-Reifenshops wie Tirendo.de bieten dabei häufig günstige Angebote sowohl bei Premium-Reifenmarken als auch bei preiswerten Qualitätsreifen.

Regelmäßiger Reifencheck muss sein

Wichtig zu wissen in Sachen Reifen: Die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Grenze liegt bei einer Profiltiefe von 1,6 Millimetern. Empfohlen wird allerdings, Sommerreifen spätestens bei drei Millimetern, Winterreifen bei vier Millimetern auszutauschen. "Bei der üblichen Fahrzeugpflege kostet es nur wenige Augenblicke, die Profiltiefe nachzumessen. Das sollten sich Autofahrer zur regelmäßigen Routine machen", sagt Reifenexperte Delesalle. Neben der Profiltiefe müsse aber auch der Reifenfülldruck stimmen, aus Gründen der Sicherheit, aber auch, um nicht unnötig den Kraftstoffverbrauch in die Höhe zu treiben. Ein regelmäßiger Reifencheck zahlt sich also aus - und in diesem Punkt unterscheiden sich Gebrauchte nicht von Neufahrzeugen.

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