Max-Josefs-Platz, der historische Marktplatz

Max-Josefs-Platz

Der Max-Josefs-Platz - früher der Innere Markt und Schranne - ist heute die "Gute Stube" der Stadt. Seit 1984 ist der historische Marktplatz Fußgängerzone.

Er ist umgeben von prächtigen Bürgerhäusern im Inn-Salzach-Stil. Typisch für diesen Baustil sind die Arkaden- und Laubengänge sowie die hinter teilweise hoch aufragenden Vorschussmauern verborgenen Grabendächer. Sie erinnern heute noch an den Wohlstand der frühen Handelsstadt.

besondere Gebäude:
Haus Nr. 4 "Ellmaier-Haus", vorbildlich renoviertes Innstadthaus mit Himmelsleiter, Holztechnisches Museeum (seit 1990) im 1. Stock
Haus Nr. 20 "Fortner-Haus" Das Weinhaus Fortner "Zum Santa", ein Patrizierhaus, das bereits 1642 eine Umgestaltung des gotischen Kerns erfuhr, wurde 1745 mit einer Frührokoko-Stukkatur versehen. In der Weinstube ist das gotische Gewölbe erhalten. Die jetzige Fassade ist ein Zusammenspiel aus der ursprünglichen Rokokofassade von 1745 und der Neurokoko- ergänzung aus dem 19. Jhdt.
Haus Nr. 22 war von 1641-1878 das Rathaus von Rosenheim. Eine Relieftafel zeigt das Haus mit geschweiftem Barockgiebel, wie es bis zur Auf- stockung nach 1878 bestand. Die dargestellten Getreidesäcke erinnern an die rege Handelstätigkeit auf der Schranne.

Die Häuser um den Max-Josefs-Platz entstanden nach dem großen Brand von 1641 (im Kern stammen sie teilweise aus dem 14./15. Jhdt). Vormals schmale Holzhäuser wurden zu stattlichen Patrizierhäusern zusammengefaßt. Im 19. Jahrhundert erfolgte vielfach eine Aufstockung im Bereich der Grabendächer, verbunden mit einer Neufassung und Überarbeitung der Fassaden.

In der Hafnergasse ist das Relief "Flußgott Inn" von Prof. Albertshofer (entstanden 1927) zu sehen. Es erinnert an die Bedeutung der Inn-Schifffahrt bis Mitte des 19.Jahrhunderts. Das Wirtshausschild am Haus Stockhammer zeigt einen Schiffszug. Flache, häufig mit Getreide beladene Holzboote (Plätten) wurden von Pferden flussaufwärts gezogen.

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