Geschichte in und aus Rosenheim

Wappen von Rosenheim im Chiemgau

Für geschichtlich Interessierte…

Nachweislich beginnt Rosenheims Geschichte in der Römerzeit, als die römische Militärmacht eine Innbrücke und die Militärstation „Pons Aeni“ errichtete. Über die Herkunft oder Bedeutung des Namens Rosenheim gibt es verschiedene Theorien, doch konnte bisher keiner dieser Erklärungsversuche einen schlüssig belegten Nachweis darüber erbringen, warum die Stadt diesen Namen trägt.

Erstes Aufblühen im Mittelalter brachten der Salzhandel und die Innschifffahrt. Zwei Pestepidemien 1606 und 1634, Großbrände in den Jahren 1607, 1641 und 1684, Hochwasserkatastrophen 1641 und 1647, die Auswirkung des Dreißigjährigen Krieges, siebzig Truppeneinquartierungen zwischen 1632 und 1699 prägten das 17. Jhdt. in der Rosenheimer Geschichte als eine von Krisen, Stillstand, Rückschritt und Niedergang charakterisierte Epoche.

Im Jahr 1810 erhielt Rosenheim eine Saline, die Sole wurde aus Bad Reichenhall nach Rosenheim geleitet. Die Eröffnung der Eisenbahnlinien München–Innsbruck und München–Salzburg (1857–1860) leiteten die Entwicklung zur heutigen wirtschaftlichen und kulturellen Metropole Südostbayerns ein. 1864 erfolgte die Stadterhebung durch König Ludwig II. Seit 1945 hat sich die Einwohnerzahl auf ca. 60.000 verdoppelt.

Die reizvolle Architektur aus vielen historischen Blütezeiten zeigt: liebevoll restaurierte Bürgerhäuser, Plätze, Kirchen und kulturhistorisch wertvolle Details unterstreichen die Bedeutung der lebhaften Handelsstadt.

Stadtgliederung von Rosenheim   

  •     Westerndorf am Wasen
  •     Pang
  •     Aising
  •     Aisingerwies
  •     Heiligblut
  •     Happing
  •     Kastenau
  •     Kaltwies
  •     Kaltmühl
  •     Endorferau
  •     Oberwöhr
  •     Langenpfunzen
  •     Fürstätt
  •     Erlenau
  •     Westerndorf St. Peter
  •     Egarten
  •     Wehrfleck
  •     Mitterfeld

 

 

Der Ursprung des Stadtnamens ist nicht eindeutig geklärt. Im Jahre 1234 erstmals erwähnt wird die Burg Rosenheim am östlichen Innufer, auf dem heutigen Schlossberg, oberhalb einer neuen Innbrücke. Möglicherweise geht der Name Rosenheim auf das Rosenwappen der Wasserburger Hallgrafen, der Erbauer der Burg, zurück.

Eine andere Theorie besagt, dass der Name ursprünglich Rossenheim war, abgeleitet von den Rössern, die im Mittelalter dazu dienten, Transportschiffe flussaufwärts zu ziehen, und für die es in Rosenheim große Stallungen gab. Noch heute verwendete Straßennamen wie Am Esbaum (der Baum, an dem die Rösser ästen) oder Am Roßacker sind ein möglicher Hinweis darauf.

Eine weitere Theorie besagt, dass auch eine Wortverwandtschaft bestehen könnte zu Roas, Roze oder Ried, was früher Sumpf- und Torfgebiete bezeichnete, die um Rosenheim herum heute noch anzutreffen sind – klar ersichtlich auch durch den Namen der Rosenheimer Nachbarstadt Kolbermoor.

Ein Beispiel für eine der alten Bezeichnungen ist der nahegelegene Ort Riedering.

Möglicherweise ist der Name Rosenheim aber auch vom Personennamen Roso/Hrodo abgeleitet.

Die wortwörtlich schönste Theorie ist dass früher als 'Rose' auch schöne Mädchen bezeichnet wurden. Schon die Innschiffer wussten dass es in dieser Stadt besonders viele Schönheiten zu bewundern gibt. Die von den Schiffern gerne angesteuerte Stadt erhielt so die Bezeichnung "Heimat der Rosen" - also Rosenheim.

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